Jeder, der schon einmal in einer Elektronik- oder Fertigungsanlage gearbeitet hat, weiß, wie schwierig es sein kann, die Schaltpläne und Konstruktionszeichnungen neuer Geräte zu verstehen. Ingenieure müssen komplexe Schaltkreise rückentwickeln, damit sie diese von Grund auf neu erstellen können. Wenn Sie sich für eine Karriere als Elektronikingenieur interessieren, müssen Sie diesen Prozess vollständig verstehen, bevor Sie Ihre Ausbildung fortsetzen.
Das Verständnis von Reverse Engineering ist auch wichtig, wenn Sie in einer Fertigungsumgebung arbeiten möchten, in der Ingenieure ständig verschiedene Teile zerlegen und wieder zusammenbauen. Selbst wenn Sie kein Ingenieur sind, sondern einfach nur neugierig, wie diese Dinge funktionieren, vermittelt Ihnen das Wissen über die Grundlagen des Reverse Engineering in der Elektronik das nötige Verständnis dafür, wie und warum diese Schaltkreise so aufgebaut sind, wie sie sind.
Was ist Reverse Engineering?
Reverse Engineering ist der Prozess, bei dem ein bestehendes Produkt zerlegt wird, um zu verstehen, wie es funktioniert. Das Ziel dieses Prozesses ist es, auf Grundlage dieser Informationen ein neues Produkt zu entwickeln. Dieser Prozess wird häufig in der Leiterplattenherstellung eingesetzt, insbesondere wenn ein neues Produkt auf der Grundlage eines bestehenden Produkts entwickelt werden soll, das nicht mehr hergestellt wird. Er kann auch in anderen Bereichen nützlich sein, beispielsweise wenn man herausfinden möchte, wie eine Maschine funktioniert, oder sogar beim Lösen eines Rätsels. Um Leiterplatten oder andere Produkte rückzuentwickeln, müssen Sie diese in ihre Bestandteile zerlegen und verstehen, wie diese funktionieren. Sobald Sie dies getan haben, können Sie dieses Wissen nutzen, um etwas Neues zu entwickeln oder ein Problem zu lösen.
Identifizieren von schematischen Diagrammen
Einer der ersten Schritte beim Reverse Engineering ist die Analyse des Schaltplans. Dieser Schaltplan zeigt, wie die elektrischen Komponenten miteinander verbunden sind. Ingenieure erstellen Schaltpläne als Teil des Konstruktionsprozesses, damit sie verschiedene Komponenten testen und sicherstellen können, dass sie richtig angeschlossen sind. Schaltpläne finden Sie im Internet oder in der Dokumentation, die mit dem Produkt geliefert wird.
Diese sind oft sehr detailliert, was sie zunächst schwer verständlich machen kann. Ein Trick, der das Verständnis erleichtert, besteht darin, einen eigenen Schaltplan mit denselben Komponenten zu erstellen. So können Sie besser verstehen, wie der Schaltplan funktioniert. Wenn Sie ein neues Produkt analysieren, sollten Sie es vor dem Zeichnen von Schaltplänen zerlegen. So können Sie die Verbindungen zwischen den Komponenten leichter erkennen.
Identifizierung elektronischer Bauteile
Nachdem Sie das Schaltbild analysiert und verstanden haben, wie die einzelnen Komponenten miteinander verbunden sind, müssen Sie die Teile identifizieren, die in den einzelnen Schaltkreisen verwendet werden. Es gibt viele verschiedene Arten von elektronischen Bauteilen, und einige davon haben sehr ungewöhnliche Namen, die Ihnen vielleicht nichts sagen. Glücklicherweise listen einige Websites häufig verwendete Bauteile auf und bieten grundlegende Informationen zu jedem einzelnen.
Sie können diese Websites nutzen, um herauszufinden, nach welchen Bauteilen Sie im Schaltplan suchen sollten. Sie können auch einen Schaltungsanalysator verwenden, um Teile zu identifizieren. Schaltungsanalysatoren sind spezielle Werkzeuge, die zum Testen elektronischer Bauteile entwickelt wurden. Sie können Spannung, Strom und sogar die Art der in der Schaltung verwendeten elektronischen Bauteile überprüfen.
Identifizierung elektronischer Funktionen
Sobald Sie die einzelnen Komponenten eines Schaltplans identifiziert haben, können Sie versuchen, herauszufinden, welche Funktion die einzelnen Komponenten haben. Dazu können Sie jede Komponente in einem Teilekatalog oder online nachschlagen. Sie können auch einen Schaltungsanalysator verwenden, um zu sehen, welche Spannung oder welchen Strom jede Komponente erzeugt. Dies hilft Ihnen, die grundlegende Funktionsweise der Schaltung zu verstehen.
Eine gängige Methode zum Reverse Engineering eines Schaltplans ist die Verwendung einer Technik namens „Treeing”. Um einen Schaltplan zu „treeen”, beginnen Sie am Ende des Diagramms mit dem gewünschten Endergebnis (z. B. das Einschalten einer bestimmten Leuchte). Dann folgen Sie einem Pfad zurück durch das Diagramm, der Sie zu der Komponente führt, die diese Funktion steuert. Setzen Sie das „Treeing” zurück durch das Diagramm fort, bis Sie zu den Hauptkomponenten gelangen. Wenn Sie fertig sind, haben Sie eine gute Vorstellung davon, wie alles miteinander verdrahtet ist.
Reverse-Engineering-Strategien
Sobald Sie ein Schaltbild analysiert und die Grundfunktionen der Komponenten verstanden haben, können Sie diese Informationen nutzen, um einen Weg zur Rekonstruktion der Schaltung zu finden. Sie können die Schaltung entweder von Grund auf neu aufbauen oder ein Programm verwenden, um das Schaltbild nachzubilden. Wenn Sie eine Schaltung von Grund auf neu aufbauen, sollten Sie versuchen, so viele verschiedene elektronische Komponenten wie möglich einzubauen. So können Sie ein besseres Verständnis dafür gewinnen, wie diese Komponenten funktionieren. Sie sollten beim Bau einer Schaltung auch versuchen, sich an die üblichen Konstruktionspraktiken zu halten. So können Sie eine Schaltung erstellen, die später leichter zu verstehen ist, wenn Sie sich erneut damit befassen.
Fazit
Reverse Engineering ist ein komplizierter Prozess, kann aber auch äußerst interessant und lohnenswert sein. Indem Sie ein Produkt zerlegen und versuchen, seine Funktionsweise zu verstehen, öffnen Sie sich eine neue Welt voller Geheimnisse aus den Bereichen Technik und Fertigung. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass Reverse Engineering eine Fähigkeit ist, deren Beherrschung Zeit und Übung erfordert. Beginnen Sie mit einfachen Produkten und Schaltplänen und arbeiten Sie sich von dort aus weiter vor.



