Die Raspberry Pi Zero-Serie wird häufig in verschiedenen Embedded- und DIY-Projekten eingesetzt. Als kostengünstige Variante des Raspberry Pi bietet die Zero-Serie leistungsstarke Funktionen bei kompakter Größe und erschwinglichem Preis. Im Laufe der Zeit wurden diese Boards schrittweise weiterentwickelt und bieten nun eine verbesserte Leistung und zusätzliche Funktionen. In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Raspberry Pi Zero, Zero W, Zero 2 W und Zero 2 WH ein, damit Leser besser verstehen, welche Version für ihre Anforderungen am besten geeignet ist.
Raspberry Pi Zero
Der Raspberry Pi Zero ist der kleinste und günstigste Einplatinencomputer, der von der Raspberry Pi Foundation herausgebracht wurde und erstmals 2015 vorgestellt wurde. Seine Hauptattraktivität liegt in seiner kompakten Größe und den extrem niedrigen Kosten, wodurch er sich ideal für Embedded-Projekte, IoT-Geräte und Bildungszwecke eignet.

Spezifikationen
- Prozessor: Broadcom BCM2835 1 GHz ARM11 (40 % schneller als Raspberry Pi 1)
- Speicher: 512 MB LPDDR2 SDRAM
- Speicher: Micro-SD-Kartensteckplatz
- Videoausgang: Mini-HDMI-Anschluss, unterstützt 1080p 60Hz Video
- Anschlüsse: 1 Micro-USB-Anschluss für Datenübertragung, 1 Micro-USB-Anschluss für Stromversorgung
- GPIO: 40-poliger GPIO (Löten erforderlich)
- Abmessungen: 65 mm x 30 mm x 5 mm
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Extrem klein, sehr erschwinglich, für einfache Projekte geeignet.
- Nachteile: Single-Core-Prozessor mit begrenzter Leistung, nicht für hohe Arbeitslasten geeignet.
Anwendungsfälle
- Kleine eingebettete Projekte
- Einfache IoT-Geräte
- Lernwerkzeuge für das Erlernen der Programmierung
Raspberry Pi Zero W
Der Raspberry Pi Zero W baut auf dem ursprünglichen Zero auf und verfügt über zusätzliche Wireless-Funktionen (Wi-Fi und Bluetooth). Er wurde 2017 auf den Markt gebracht. Durch die Integration von Wireless-Funktionen ist er eine noch attraktivere Option für IoT-Projekte, während der niedrige Preis beibehalten wurde.

Spezifikationen
Prozessor: 1 GHz, Single-Core-CPU
Speicher: 512 MB RAM
Speicherplatz: Micro-SD-Kartensteckplatz
Videoausgang: Mini-HDMI-Anschluss
Anschlüsse: Micro-USB-OTG-Anschluss, Micro-USB-Stromanschluss
Drahtlos: 802.11n Wi-Fi, Bluetooth 4.0
GPIO: 40-polig (Löten erforderlich)
Kamera-Schnittstelle: CSI-Kamera-Flachbandkabel-Schnittstelle
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Bietet WLAN- und Bluetooth-Unterstützung, geeignet für IoT-Anwendungen.
- Nachteile: Die Prozessorleistung ist noch relativ schwach, geeignet für Aufgaben mit geringer Auslastung.
Anwendungsfälle
- IoT-Anwendungen
- Drahtlose Sensorgeräte
- Hausautomationssysteme
Raspberry Pi Zero 2 W
Der 2021 erschienene Raspberry Pi Zero 2 W nutzt den SoC BCM2710A1 aus dem Raspberry Pi 3 und verbessert damit die Leistung erheblich, insbesondere bei Multithread-Workloads. Er behält zwar die geringe Größe und den niedrigen Preis der Zero-Serie bei, kann aber dank der Leistungssteigerung komplexere Aufgaben bewältigen.

Spezifikationen
- Prozessor: Broadcom BCM2710A1, Quad-Core 64-Bit ARM Cortex-A53 mit 1 GHz
- Speicher: 512 MB LPDDR2 SDRAM
- Drahtlos: 2,4 GHz IEEE 802.11b/g/n Wi-Fi, Bluetooth 4.2
- Anschlüsse: 1 USB 2.0-Anschluss mit OTG, Mini-HDMI-Anschluss, 40-poliger GPIO, CSI-Kameraschnittstelle
- Videodekodierung: H.264, MPEG-4-Dekodierung (1080p30)
- Abmessungen: 65 mm x 30 mm x 5 mm
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Deutliche Leistungssteigerung, unterstützt anspruchsvollere Anwendungen, Abwärtskompatibilität mit Zubehör.
- Nachteile: Etwas teurer als das Zero W.
Anwendungsfälle
- Multitasking-Anwendungen
- Eingebettete Geräte mit drahtloser Konnektivität
- Video-Wiedergabeanwendungen
Raspberry Pi Zero 2 WH
Der Raspberry Pi Zero 2 WH ähnelt dem Zero 2 W, verfügt jedoch über eine wichtige Verbesserung: vorverlötete 40-polige GPIO-Header. Dies erleichtert Entwicklern den schnellen Anschluss externer Hardware und bietet mehr Flexibilität und Erweiterungsmöglichkeiten, was insbesondere für IoT- und Hausautomatisierungsprojekte nützlich ist.

Spezifikationen
- Prozessor: Broadcom BCM2710A1, Quad-Core 64-Bit ARM Cortex-A53 mit 1 GHz
- Speicher: 512 MB LPDDR2 SDRAM
- Drahtlos: 2,4 GHz Wi-Fi, Bluetooth 4.2
- Anschlüsse: Mini-HDMI, Micro-USB 2.0, 40-poliger GPIO, CSI-Kameraschnittstelle
- Abmessungen: 65 mm x 30 mm x 5 mm
Vor- und Nachteile
- Vorteile: Vorverlöster 40-poliger GPIO-Stecker, praktisch für Hardware-Anschlüsse.
- Nachteile: Etwas teurer als der Zero 2 W.
Anwendungsfälle
- Hochgradig anpassbare Projekte
- IoT-Geräte
- Hausautomation und Sensornetzwerke
Vergleich der Boards der Raspberry Pi Zero-Serie
| Feature | Pi Zero | Pi Zero W | Pi Zero 2 W | Pi Zero 2 WH |
|---|---|---|---|---|
| Processor | Broadcom BCM2835 1GHz ARM11 | Broadcom BCM2835 1GHz ARM11 | Broadcom BCM2710A1 1GHz Cortex-A53 | Broadcom BCM2710A1 1GHz Cortex-A53 |
| Memory | 512MB LPDDR2 SDRAM | 512MB LPDDR2 SDRAM | 512MB LPDDR2 SDRAM | 512MB LPDDR2 SDRAM |
| Wireless | No | 802.11n Wi-Fi, Bluetooth 4.0 | 802.11b/g/n Wi-Fi, Bluetooth 4.2 | 802.11b/g/n Wi-Fi, Bluetooth 4.2 |
| GPIO | 40-pin, requires soldering | 40-pin, requires soldering | 40-pin, requires soldering | 40-pin, pre-soldered |
| USB Ports | 1 Micro-USB | 1 Micro-USB, OTG | 1 USB 2.0, OTG | 1 USB 2.0, OTG |
| Camera Interface | No | CSI camera interface | CSI camera interface | CSI camera interface |
| Video Output | Mini-HDMI | Mini-HDMI | Mini-HDMI | Mini-HDMI |
| Price | $5 | $15 | $15 | $18 |
| Use Cases | Basic embedded projects | IoT, sensor devices | Multi-tasking applications | IoT, hardware connections |
Fazit
Durch den Vergleich der Raspberry Pi Zero-Serie lassen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen feststellen, insbesondere in Bezug auf Leistung, Wireless-Funktionen und GPIO-Benutzerfreundlichkeit. Wenn Ihr Projekt Wireless-Konnektivität und höhere Leistung erfordert, sind Zero 2 W und Zero 2 WH die besseren Optionen. Für einfachere, budgetbewusste Anwendungen sind Zero und Zero W nach wie vor eine gute Wahl. Die Auswahl des richtigen Modells entsprechend Ihren spezifischen Anforderungen verbessert sowohl Ihre Projektentwicklung als auch das Gesamterlebnis.




