Die tatsächlichen Kosten eines Leiterplattenprototyps abschätzen
Die sinnvolle Antwort auf die Kostenfrage eines Prototyps ist eine Spanne mit ausdrücklich genannten Annahmen. Der Preis der unbestückten Platine ändert sich durch Abmessungen, Lagenzahl, Basismaterial, Kupferstärke, minimale Leitergeometrie, Via-Technik, kontrollierte Impedanz, Oberfläche, Prüfung, Menge und Lieferzeit. Für einen bestückten Prototyp kommen Schablonen- oder Rüstkosten, Bauteile, Platzierung, Sonderbehandlung, Inspektion, Funktionstest, Nacharbeitsreserve, Versand und Steuern hinzu. Ein Rechner eignet sich zum Vergleichen von Szenarien; verbindlich wird der Einkaufspreis erst durch ein Angebot zu freigegebenen Daten.
- Platinentechnik festlegen: Endmaß, Lagenaufbau, Dicke, Kupfer, Minimalstrukturen, Vias, Oberfläche und Impedanz eingeben.
- Fixkosten trennen: Werkzeuge, technische Prüfung, Schablone, Programmiermittel und Testentwicklung ausweisen.
- Bestückung einbeziehen: Positionen, Gehäuseschwierigkeit, Engpässe, Alternativen und Handarbeit zählen.
- Menge und Tempo modellieren: Stückkosten nach Nutzenbelegung, Volumen und normaler oder beschleunigter Frist vergleichen.
- Gleiches vergleichen: Währung, Fracht, Zoll, Steuer, Prüfung, Ausbeuteannahmen und Leistungsumfang normalisieren.
Sofort-Kostenrechner
Geschätzte Gesamtkosten
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Kostenfaktoren im Detail
Jede Entscheidung beeinflusst die Endkosten. Dieser Abschnitt erklärt, warum bestimmte Optionen teurer sind, und hilft Ihnen, fundierte Abwägungen für Ihr Projekt zu treffen.
Platinengröße & Stückzahl
Dies sind die wichtigsten Kostentreiber. Größere Platinen verbrauchen mehr Rohmaterial (Laminat). Höhere Stückzahlen profitieren von Skaleneffekten. Da die Rüstkosten (Werkzeuge, Programmierung) fix sind, verteilen sich diese bei größeren Mengen auf mehr Einheiten, was den Stückpreis senkt.
Anzahl der Lagen
Zusätzliche Lagen erhöhen die Materialkosten und die Komplexität der Fertigung. Jedes weitere Lagenpaar erfordert mehr Laminierzyklen und eine präzise Ausrichtung, was die Fehleranfälligkeit erhöht und somit den Preis nach oben treibt.
Oberflächenveredelung
Das Oberflächenfinish schützt das freiliegende Kupfer und sorgt für eine lötbare Fläche. Standard-HASL ist am kostengünstigsten. Premium-Optionen wie ENIG nutzen komplexe chemische Prozesse und Edelmetalle. Dies ist teurer, bietet aber eine ebenere Oberfläche und längere Lagerfähigkeit – ideal für Fine-Pitch-Bauteile.
Skaleneffekte visualisieren
Wie ändern sich die Stückkosten bei größeren Bestellmengen? Nutzen Sie das Diagramm, um den Einfluss von Menge und Größe auf den Gesamt- und Einzelpreis zu sehen. So finden Sie den "Sweet Spot" für Ihre Produktion.
Strategien zur Kostensenkung
Kluge Design-Entscheidungen können Ihre Prototyping-Kosten erheblich senken. Hier sind einige praktische Tipps, um Kosten zu sparen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
Standard-Spezifikationen nutzen
Verwenden Sie nach Möglichkeit Standard-Plattenstärken, Kupfergewichte und Abstände. Kundenspezifische Vorgaben erfordern oft Sonderwerkzeuge, was die Kosten erhöht.
Nutzen setzen (Panelisierung)
Wenn Sie mehrere kleine Platinen haben, lassen Sie diese vom Hersteller als "Nutzen" (Panel) fertigen. Das optimiert den Materialverbrauch und senkt die Rüstkosten pro Design.
Längere Lieferzeiten einplanen
Eilaufträge sind teuer. Wenn es Ihr Zeitplan erlaubt, ist die Wahl der Standard-Lieferzeit der einfachste Weg, um signifikant Geld zu sparen.







