Auswahl der richtigen EDA-Software für Ihr IC-Board-Design-Projekt

Im dynamischen und komplexen Bereich der Projekte zum Entwurf integrierter Schaltkreise (IC) ist die Wahl der EDA-Software (Electronic Design Automation) ein entscheidender Faktor für den Erfolg. EDA-Software hat die IC-Entwicklungslandschaft revolutioniert und ermöglicht es Ingenieuren, abstrakte Ideen in konkrete, leistungsstarke Schaltkreise umzusetzen.Angesichts der Vielzahl der auf dem Markt erhältlichen EDA-Softwareoptionen, die sich jeweils durch einzigartige Funktionen, Fähigkeiten und Preise auszeichnen, kann die Auswahl jedoch

eine Herausforderung darstellen. Dieser Artikel soll Ihnen die Auswahl der richtigen EDA-Software für Ihr IC-Board-Designprojekt erleichtern und Ihnen einen umfassenden Leitfaden für eine fundierte Entscheidung an die Hand geben.

Was ist EDA-Software?

Definition und Grundlagen

EDA-Software, kurz für Electronic Design Automation Software, ist eine Reihe von Tools, die für den Entwurf und die Entwicklung elektronischer Systeme, insbesondere für die Herstellung integrierter Schaltkreise (ICs), unverzichtbar geworden sind. Im Wesentlichen handelt es sich um einen virtuellen Arbeitsbereich, in dem Ingenieure ihre Ideen für elektronische Komponenten in ein vollwertiges, funktionsfähiges Design umsetzen können.

Vor dem Aufkommen der EDA-Software war das Design elektronischer Schaltungen ein mühsamer manueller Prozess. Ingenieure mussten Schaltpläne von Hand zeichnen, Bauteilwerte manuell berechnen und in jeder Phase physisch Prototypen bauen und testen. Dies war nicht nur zeitaufwändig, sondern auch sehr fehleranfällig. EDA-Software revolutionierte diesen Prozess, indem sie viele dieser Aufgaben automatisierte. Sie bietet eine Plattform, auf der Ingenieure digitale Darstellungen von Bauteilen und Schaltungen verwenden können, während die Software die komplexen Berechnungen, Simulationen und Optimierungen übernimmt.

Beim Entwurf einer einfachen mikrocontrollerbasierten Schaltung kann ein Ingenieur beispielsweise EDA-Software verwenden, um virtuelle Komponenten wie den Mikrocontroller, Widerstände, Kondensatoren und andere Peripheriegeräte auszuwählen und auf einer virtuellen Leinwand zu platzieren. Die Software berechnet dann automatisch die elektrischen Parameter und Verbindungen zwischen diesen Komponenten, sodass keine manuellen Berechnungen mehr erforderlich sind.

A diagram illustrating the process of Electronic Design Automation (EDA), showing the stages of logical design, circuit simulation, physical layout, and verification.
A visual breakdown of the key functions within EDA software, from initial logical design to final verification

Vorteile

Die Bedeutung der Auswahl der richtigen EDA-Tools kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Erstens wirkt sich dies direkt auf die Effizienz des Designprozesses aus. Eine gut geeignete EDA-Software kann Aufgaben wie Schaltplanerfassung, Layout-Design und Simulation rationalisieren und so den Zeitaufwand für routinemäßige und fehleranfällige manuelle Vorgänge reduzieren. Beispielsweise können fortschrittliche EDA-Tools mit automatisierten Routing-Algorithmen den Zeitaufwand für das Routing von Verbindungen in einem komplexen IC-Layout erheblich reduzieren, was manuell Tage oder sogar Wochen dauern könnte.
 
Zweitens hängt die Qualität des endgültigen IC-Designs eng mit den Fähigkeiten der EDA-Software zusammen. Hochwertige EDA-Tools bieten ausgefeilte Simulations- und Verifizierungsfunktionen. Diese ermöglichen es Ingenieuren, genau vorherzusagen, wie sich der entworfene IC unter verschiedenen realen Bedingungen verhalten wird, z. B. bei unterschiedlichen Temperaturbereichen, Stromversorgungen und Signalfrequenzen. Durch umfassende Simulationen können Designfehler frühzeitig im Entwicklungszyklus erkannt und kostspielige Neudesign-Iterationen sowie potenzielle Produktfehler vermieden werden.
 
Darüber hinaus kann in einer Branche, in der der technologische Fortschritt rasant ist und der Wettbewerb auf dem Markt hart ist, die Wahl der richtigen EDA-Software einem Projekt einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Sie ermöglicht die Implementierung der neuesten Designtechniken und -standards und stellt sicher, dass die resultierenden ICs nicht nur funktional sind, sondern auch in Bezug auf Leistung, Stromverbrauch und Größe dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Kernfunktionen

  1. Logisches Design
    • Das Herzstück jedes IC-Designs ist die logische Designphase. Mit EDA-Software können Ingenieure die Funktionalität der Schaltung mithilfe von Hardwarebeschreibungssprachen (HDLs) wie Verilog oder VHDL definieren. Mit diesen Sprachen können Ingenieure das Verhalten der digitalen Komponenten in der Schaltung beschreiben, z. B. wie Flipflops Daten speichern, wie Logikgatter Operationen wie AND, OR und NOT ausführen und wie verschiedene Komponenten miteinander interagieren. Beim Entwurf einer digitalen Uhrenschaltung kann der Ingenieur beispielsweise den HDL-Code in der EDA-Software verwenden, um die Zählerlogik zu definieren, die Sekunden, Minuten und Stunden zählt, sowie die Anzeigelogik, die die Zeit auf einem Ausgabegerät anzeigt.
  1. Schaltungssimulation
    • Die Schaltungssimulation ist eine weitere wichtige Funktion der EDA-Software. Sie ermöglicht es Ingenieuren, das Verhalten der entworfenen Schaltung zu testen, bevor sie physisch hergestellt wird. Durch die Durchführung von Simulationen können Ingenieure analysieren, wie die Schaltung auf verschiedene Eingangssignale, Stromversorgungen und Betriebsbedingungen reagiert. Beim Entwurf einer Leistungsverstärkerschaltung kann die Simulation in der EDA-Software beispielsweise zeigen, wie sich der Verstärker unter verschiedenen Eingangssignalamplituden, Frequenzen und Lastbedingungen verhält. Dies hilft, Probleme wie Signalverzerrungen, Stromverbrauchsprobleme und thermische Probleme frühzeitig im Entwurfsprozess zu erkennen, was sowohl Zeit als auch Kosten spart.
  1. Layout und Routing
    • Nachdem das logische Design und die Simulation abgeschlossen sind, besteht der nächste Schritt darin, das physische Layout des IC zu erstellen. EDA-Software bietet Layout-Tools, mit denen Ingenieure die verschiedenen Komponenten der Schaltung auf der Oberfläche des Chips platzieren und die Verbindungsdrähte zwischen ihnen verlegen können. Bei einem hochdichten IC mit Millionen von Transistoren ist der Layout- und Routing-Prozess äußerst komplex. EDA-Software verwendet Algorithmen, um die Platzierung der Komponenten zu optimieren und so die Chipfläche und die Länge der Verbindungsdrähte zu minimieren, was wiederum die Signalverzögerung und den Stromverbrauch reduziert. In einem modernen Anwendungsprozessorchip für Smartphones beispielsweise sorgen die Layout- und Routing-Tools der EDA-Software dafür, dass Milliarden von Transistoren und ihre Verbindungen so angeordnet sind, dass die Leistung maximiert wird und gleichzeitig die Chipgröße kompakt bleibt.
  1. Verifizierung und Validierung
    • Verifizierung und Validierung sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass der entworfene IC alle erforderlichen Spezifikationen erfüllt. EDA-Software bietet eine Reihe von Verifizierungswerkzeugen, darunter die formale Verifizierung, bei der mit mathematischen Methoden nachgewiesen wird, dass der Entwurf die festgelegten Anforderungen erfüllt, und die simulationsbasierte Verifizierung, bei der die Funktionalität des Entwurfs anhand verschiedener Testfälle überprüft wird. Validierungswerkzeuge hingegen stellen sicher, dass sich der gefertigte IC in realen Anwendungen wie erwartet verhält. Beispielsweise ist bei der Entwicklung eines sicherheitskritischen Automobil-ICs eine strenge Verifizierung und Validierung mit EDA-Software entscheidend, um sicherzustellen, dass der IC unter allen möglichen Fahrbedingungen korrekt funktioniert und keine Sicherheitsrisiken birgt.

Wichtige Faktoren, die bei der Auswahl von EDA-Software zu berücksichtigen sind

Designanforderungen

Erforderliche Funktionalität

Die Funktionalität von EDA-Software ist ein grundlegender Aspekt. Verschiedene IC-Board-Designprojekte haben unterschiedliche Anforderungen. Wenn Sie beispielsweise einen digitalen Hochgeschwindigkeits-IC für eine Netzwerk-Anwendung in einem Rechenzentrum entwerfen, benötigen Sie EDA-Software mit fortschrittlichen Funktionen zur Analyse der Signalintegrität bei hohen Geschwindigkeiten. Dazu gehören Funktionen wie Impedanzanpassungsanalyse, Crosstalk-Simulation und Signalverzögerungsberechnung. Tools wie Cadence Allegro bieten umfassende Funktionen für das Hochgeschwindigkeitsdesign, mit denen Ingenieure das Verhalten von Hochgeschwindigkeitssignalen in komplexen digitalen Schaltungen genau modellieren und analysieren können.
 
Für das Design analoger ICs, wie z. B. Power-Management-ICs, sollte die EDA-Software hingegen über leistungsstarke analoge Simulationsfunktionen verfügen. Sie sollte in der Lage sein, Komponenten wie Transistoren, Kondensatoren und Induktoren im analogen Bereich genau zu modellieren und Simulationen für Parameter wie Stromverbrauch, Spannungsregelung und Rauschcharakteristik durchzuführen. Tools wie Analog FastSPICE von Mentor Graphics sind für ihre hochpräzisen analogen Simulationsfunktionen bekannt und eignen sich daher für analogintensive IC-Designprojekte.

Komplexität des Projekts

Die Komplexität des IC-Board-Designprojekts ist ein weiterer entscheidender Faktor. Einfache Projekte mit einigen Dutzend Komponenten und grundlegenden Funktionen können mit weniger funktionsreicher EDA-Software bewältigt werden. Wenn Sie beispielsweise eine einfache, auf einem Mikrocontroller basierende Entwicklungsplatine mit einigen wenigen Peripheriekomponenten wie LEDs, Tasten und einer seriellen Kommunikationsschnittstelle entwerfen, können EDA-Tools der Einstiegsklasse wie KiCad ausreichend sein. KiCad bietet grundlegende Funktionen für die Schaltplanerfassung, das Layout-Design und einige einfache Simulationsfunktionen und ist damit eine kostengünstige und benutzerfreundliche Option für kleine Projekte.
 
Für große, komplexe Projekte wie den Entwurf eines Multi-Core-Systems-on-a-Chip (SoC) mit Millionen von Transistoren und mehreren Funktionsblöcken wie CPUs, GPUs und Speichercontrollern ist jedoch eine High-End-EDA-Software unerlässlich. Diese Tools müssen die Komplexität des hierarchischen Designs, die Verwaltung riesiger Datenmengen und fortschrittliche Verifizierungstechniken bewältigen können. Tools wie Synopsys' Design Compiler und IC Compiler sind für solche großen, komplexen IC-Designs ausgelegt. Sie bieten Funktionen wie hierarchische Synthese, physikalische Designoptimierung und formale Verifizierung, die für den Erfolg komplexer SoC-Designs entscheidend sind.

Benutzerfreundlichkeit

Lernkurve

Die mit EDA-Software verbundene Lernkurve kann sich erheblich auf den Projektzeitplan auswirken, insbesondere wenn das Ingenieurteam noch keine Erfahrung mit dem Tool hat. Für Anfänger oder Teams mit begrenzter EDA-Erfahrung ist eine Software mit einer flachen Lernkurve sehr wünschenswert. Einige EDA-Tools sind auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt und bieten intuitive Benutzeroberflächen, umfassende Tutorials und hilfreiche Assistenten. EasyEDA ist beispielsweise ein webbasiertes EDA-Tool, das besonders bei Hobbyentwicklern und Studenten beliebt ist. Es verfügt über eine einfache und intuitive Benutzeroberfläche und bietet Schritt-für-Schritt-Tutorials für grundlegende IC-Designaufgaben wie Schaltplanerfassung und PCB-Layout. So können neue Benutzer schnell einsteigen und mit ihren Designprojekten beginnen, ohne viel Zeit für das Erlernen der Software aufwenden zu müssen.
 
Im Gegensatz dazu können einige High-End-EDA-Tools zwar leistungsstark sein, aber eine steile Lernkurve aufweisen. Diese Tools verfügen oft über eine Vielzahl von erweiterten Funktionen und komplexen Arbeitsabläufen. Beispielsweise kann es bei einigen EDA-Softwareprogrammen auf Unternehmensebene, die in großen Halbleiterunternehmen eingesetzt werden, erforderlich sein, dass Ingenieure umfangreiche Schulungen absolvieren, um alle Funktionen zu beherrschen. Die Investition in das Erlernen dieser Tools kann sich zwar in Form der damit verbundenen erweiterten Design- und Verifizierungsfunktionen auszahlen, jedoch ist es wichtig, den Zeit- und Ressourcenaufwand für die Schulung zu berücksichtigen, insbesondere bei Projekten mit engen Zeitplänen.

Benutzeroberfläche

Eine gut gestaltete Benutzeroberfläche (UI) kann die Benutzererfahrung und die Designeffizienz erheblich verbessern. Eine intuitive Benutzeroberfläche erleichtert Ingenieuren die Navigation durch die verschiedenen Funktionen der EDA-Software. Beispielsweise kann eine Software mit einer klaren und übersichtlichen Menüstruktur, in der verschiedene Designaufgaben wie Schaltplanerfassung, Layout und Simulation leicht zugänglich sind, viel Zeit sparen. Altium Designer ist für seine benutzerfreundliche Oberfläche bekannt. Es verfügt über eine einheitliche Designumgebung, in der Benutzer nahtlos zwischen Schaltplan-Design und PCB-Layout wechseln können. Die Oberfläche bietet außerdem Echtzeit-Feedback, z. B. durch Hervorheben potenzieller Designfehler während der Arbeit des Benutzers, was dazu beiträgt, Fehler frühzeitig zu erkennen und die Gesamtqualität des Designs zu verbessern.
 
Darüber hinaus kann eine anpassbare Benutzeroberfläche für erfahrene Benutzer ein großer Vorteil sein. Sie können den Arbeitsbereich, die Symbolleisten und die Bedienfelder nach ihren Vorlieben und Arbeitsgewohnheiten anordnen. So können sie ihren Arbeitsablauf optimieren und effizienter arbeiten. Einige EDA-Softwareprogramme, wie Xilinx ISE (Integrated Software Environment) für das FPGA-Design, bieten ein gewisses Maß an Anpassung der Benutzeroberfläche. Ingenieure können das Layout des Projektnavigators, des Quellcode-Editors und der Simulationsfenster an ihre spezifischen Designaufgaben und Vorlieben anpassen.

Komplexität des Projekts

Die Komplexität des IC-Board-Designprojekts ist ein weiterer entscheidender Faktor. Einfache Projekte mit einigen Dutzend Komponenten und grundlegenden Funktionen können mit weniger funktionsreicher EDA-Software bewältigt werden. Wenn Sie beispielsweise eine einfache, auf einem Mikrocontroller basierende Entwicklungsplatine mit einigen wenigen Peripheriekomponenten wie LEDs, Tasten und einer seriellen Kommunikationsschnittstelle entwerfen, können EDA-Tools der Einstiegsklasse wie KiCad ausreichend sein. KiCad bietet grundlegende Funktionen für die Schaltplanerfassung, das Layout-Design und einige einfache Simulationsfunktionen und ist damit eine kostengünstige und benutzerfreundliche Option für kleine Projekte.
 
Für große, komplexe Projekte wie den Entwurf eines Multi-Core-Systems-on-a-Chip (SoC) mit Millionen von Transistoren und mehreren Funktionsblöcken wie CPUs, GPUs und Speichercontrollern ist jedoch eine hochwertige EDA-Software unerlässlich. Diese Tools müssen die Komplexität des hierarchischen Designs, die Verwaltung großer Datenmengen und fortschrittliche Verifizierungstechniken bewältigen können. Tools wie Synopsys' Design Compiler und IC Compiler sind für solche großen, komplexen IC-Designs ausgelegt. Sie bieten Funktionen wie hierarchische Synthese, physikalische Designoptimierung und formale Verifizierung, die für den Erfolg komplexer SoC-Designs entscheidend sind.

Kompatibilität

Mit anderen Tools

In modernen IC-Design-Workflows muss EDA-Software häufig mit anderen Design-Tools zusammenarbeiten. Die Kompatibilität mit anderen Tools, wie z. B. CAD- (Computer-Aided Design) und CAM-Tools (Computer-Aided Manufacturing), ist für einen nahtlosen Datentransfer und effiziente Designprozesse von entscheidender Bedeutung. Beim Design einer IC-Platine muss die EDA-Software beispielsweise möglicherweise die Layoutdaten zur Fertigung in ein CAM-Tool exportieren. Wenn die EDA-Software nicht mit dem CAM-Tool kompatibel ist, kann dies zu Problemen bei der Datenkonvertierung, Fehlern in der Fertigung und Verzögerungen im Projekt führen. EAGLE, ein EDA-Tool, ist mit verschiedenen CAM-Softwareprogrammen gut kompatibel. Es kann Gerber-Dateien, das Standardformat für die Leiterplattenfertigung, in einem Format exportieren, das von den meisten CAM-Systemen leicht gelesen werden kann, und sorgt so für einen reibungslosen Übergang von der Designphase zur Fertigungsphase.
 
Darüber hinaus kann auch die Kompatibilität mit anderen EDA-Tools innerhalb desselben Design-Ökosystems von Vorteil sein. Bei einem groß angelegten IC-Designprojekt können beispielsweise verschiedene Teams unterschiedliche EDA-Tools für verschiedene Aspekte des Designs verwenden, z. B. ein Team Synopsys-Tools für das Front-End-Design und ein anderes Cadence-Tools für das Back-End-Design. In solchen Fällen ist es unerlässlich, dass diese Tools Daten austauschen und zusammenarbeiten können. Viele EDA-Anbieter arbeiten derzeit daran, die Interoperabilität ihrer Tools zu verbessern, häufig durch branchenübliche Datenformate und Schnittstellen, um eine nahtlose Zusammenarbeit über verschiedene Designphasen und Teams hinweg zu ermöglichen.

Mit Hardware

Die Kompatibilität der EDA-Software mit der Hardware ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Dazu gehört die Kompatibilität mit der Zielhardware, auf der der entworfene IC implementiert wird, sowie mit der Hardware, auf der die EDA-Software selbst ausgeführt wird. Wenn Sie beispielsweise einen IC für ein bestimmtes FPGA-Gerät (Field-Programmable Gate Array) entwerfen, muss die EDA-Software mit dieser FPGA-Familie kompatibel sein. Xilinx Vivado wurde speziell für die Kompatibilität mit Xilinx-FPGA-Geräten entwickelt. Es bietet gerätespezifische Bibliotheken, Synthese- und Implementierungstools, die für Xilinx-FPGAs optimiert sind und sicherstellen, dass der entworfene IC erfolgreich auf das Zielgerät programmiert werden kann.
 
Andererseits muss die EDA-Software auch mit der Computerhardware kompatibel sein, auf der sie ausgeführt wird. Hochwertige EDA-Tools, insbesondere solche, die für komplexe Simulationen und groß angelegte Designs verwendet werden, erfordern oft erhebliche Rechenressourcen. Sie müssen mit leistungsstarken Workstations oder Servern mit Multi-Core-Prozessoren, großen RAM-Speichern und leistungsstarken Grafikkarten kompatibel sein. Beispielsweise laufen einige fortschrittliche EDA-Simulationstools möglicherweise nicht reibungslos auf einem Standard-Desktop-Computer mit begrenzten Ressourcen, bieten jedoch eine optimale Leistung auf einer Workstation mit einer High-End-CPU, 64 GB oder mehr RAM und einer professionellen Grafikkarte.

Kosten

Lizenzmodell

EDA-Software wird mit verschiedenen Lizenzmodellen angeboten, die jeweils unterschiedliche Kosten mit sich bringen. Ein gängiges Modell ist die Benutzerlizenz. Bei diesem Modell berechnet der Softwareanbieter eine Gebühr für jeden Benutzer, der die EDA-Software nutzt. Dies kann für kleine Teams geeignet sein, bei denen die Anzahl der Benutzer klar definiert ist. Beispielsweise kann für ein kleines Start-up-Unternehmen mit einem Team von 5 bis 10 Ingenieuren eine Lizenz pro Benutzer für ein EDA-Tool wie Altium Designer eine kostengünstige Option sein. Die Kosten pro Benutzer können je nach Funktionen und Version der Software variieren, aber das Unternehmen kann die Softwarekosten auf der Grundlage der tatsächlichen Anzahl der Benutzer kontrollieren.
 
Ein weiteres Modell ist die projektbezogene Lizenz. Bei diesem Modell basiert die Lizenzgebühr auf jedem einzelnen Designprojekt. Dies kann für Unternehmen von Vorteil sein, die an einer begrenzten Anzahl von Projekten gleichzeitig arbeiten. Beispielsweise könnte ein Design-Dienstleistungsunternehmen, das einige wenige hochwertige IC-Designprojekte übernimmt, eine Lizenz pro Projekt bevorzugen. Der Softwareanbieter kann für jedes Projekt eine Pauschalgebühr berechnen, unabhängig von der Anzahl der daran arbeitenden Ingenieure, was für Projekte mit großen Teams kostengünstiger sein kann.
 
Auch Abonnement-basierte Lizenzen sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Bei diesem Modell zahlt der Nutzer eine wiederkehrende Gebühr, in der Regel monatlich oder jährlich, um die EDA-Software nutzen zu können. Dieses Modell bietet mehrere Vorteile, wie z. B. den Zugriff auf die neuesten Software-Updates und Funktionen, ohne für ein größeres Upgrade bezahlen zu müssen. Einige EDA-Anbieter bieten beispielsweise Abonnementlizenzen für ihre Tools an, die für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erschwinglicher sein können, die möglicherweise nicht über das Budget für einen großen Software-Vorabkauf verfügen. Außerdem können Unternehmen ihre Softwarenutzung je nach Projektanforderungen nach oben oder unten skalieren, da sie das Abonnement einfach kündigen oder verlängern können.

Gesamtbetriebskosten

Bei der Bewertung der Kosten für EDA-Software ist es wichtig, die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu berücksichtigen, die nicht nur die Anschaffungs- oder Lizenzgebühren, sondern auch andere damit verbundene Kosten umfassen. Die Wartungskosten sind ein solcher Faktor. Anbieter von EDA-Software erheben häufig eine Wartungsgebühr, in der Regel einen Prozentsatz der ursprünglichen Softwarekosten, um technischen Support, Fehlerbehebungen und Software-Updates bereitzustellen. Beispielsweise kann für ein High-End-EDA-Tool eine Wartungsgebühr in Höhe von 15 bis 20 % der jährlichen Lizenzkosten anfallen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Software auf dem neuesten Stand bleibt und mit den aktuellen Industriestandards und der aktuellen Hardware kompatibel ist.
 
Auch die Kosten für Upgrades müssen berücksichtigt werden. Im Zuge der technologischen Weiterentwicklung bringen EDA-Softwareanbieter neue Versionen mit verbesserten Funktionen und Fähigkeiten auf den Markt. Für das Upgrade auf eine neue Version kann eine zusätzliche Gebühr anfallen. So kann beispielsweise ein größeres Upgrade eines EDA-Tools einen erheblichen Teil des ursprünglichen Lizenzpreises kosten. Es ist wichtig, diese Upgrade-Kosten langfristig zu berücksichtigen, insbesondere wenn die Software voraussichtlich mehrere Jahre lang genutzt wird.
 
Darüber hinaus können Kosten für die Schulung des Ingenieurteams im effektiven Umgang mit der EDA-Software anfallen. Dazu können die Kosten für interne Schulungen, Online-Kurse oder die Entsendung von Mitarbeitern zu vom Anbieter gesponserten Schulungsprogrammen gehören. Wenn ein Unternehmen beispielsweise ein neues, komplexes EDA-Tool anschafft, muss es möglicherweise in Schulungskurse für seine Ingenieure investieren, was die Gesamtkosten für die Nutzung der Software erhöhen kann. All diese Faktoren – Lizenzgebühren, Wartungskosten, Upgrade-Kosten und Schulungskosten – sollten bei der Berechnung der Gesamtbetriebskosten einer EDA-Software berücksichtigt werden, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, die mit dem Budget und den langfristigen Anforderungen des Projekts im Einklang steht.

Beliebte EDA-Software auf dem Markt

Taktfrequenz

Cadence ist ein Gigant in der EDA-Softwarelandschaft und bietet eine umfassende Suite von Tools, die eine Vielzahl von Anforderungen im Bereich IC-Design erfüllen. Eine seiner größten Stärken liegt in seiner Kompetenz sowohl im analogen als auch im digitalen Schaltungsdesign und in der Verifizierung.
 
Im Bereich des analogen und gemischten Signal-IC-Designs genießen die Tools von Cadence hohes Ansehen. So bietet beispielsweise die Virtuoso ADE Product Suite eine umfassende Umgebung für das analoge Schaltungsdesign. Ingenieure können benutzerdefinierte Gerätemodelle erstellen, detaillierte Simulationen durchführen und Parameter präzise abstimmen. Dies ist entscheidend für Anwendungen wie den Entwurf von Hochleistungsverstärkern für Audiogeräte oder präzisen Analog-Digital-Wandlern (ADCs) in Datenerfassungssystemen. Die fortschrittlichen Simulationsfunktionen der Suite können das Verhalten analoger Komponenten unter verschiedenen Betriebsbedingungen genau modellieren und so sicherstellen, dass das endgültige Design den strengen Anforderungen realer Anwendungen entspricht.
A splash screen for Cadence Virtuoso EDA software
The splash screen for Cadence's Virtuoso Front to Back Design Environment
Im Bereich des digitalen IC-Designs bietet Cadence Tools wie die Genus Synthesis Solution an. Dieses Tool konzentriert sich auf die Logiksynthese und spielt eine wichtige Rolle bei der Optimierung von Leistung, Performance und Fläche (PPA) digitaler Schaltungen. Es verwendet ausgefeilte Algorithmen, um hochrangige Beschreibungen digitaler Schaltungen in optimierte Netzlisten auf Gate-Ebene umzuwandeln. Beim Design eines Hochgeschwindigkeits-Mikroprozessors kann Genus beispielsweise die Schaltung optimieren, um maximale Verarbeitungsgeschwindigkeit bei minimalem Stromverbrauch und minimaler Chipfläche zu erreichen – Faktoren, die beim modernen digitalen IC-Design entscheidend sind.
 
Der Spectre Circuit Simulator von Cadence ist ein weiteres Flaggschiffprodukt. Er ist bekannt für seine SPICE-Genauigkeit bei der Schaltungssimulation und damit ein unverzichtbares Werkzeug für HF- (Hochfrequenz-) und andere Hochleistungsanwendungen. Ob beim Entwurf eines 5G-Kommunikationschips oder eines Hochfrequenz-Radartransceivers – Spectre kann das Verhalten von HF-Schaltungen unter Berücksichtigung von Faktoren wie Signaldämpfung, Impedanzanpassung und elektromagnetischen Störungen genau simulieren.

Zusammenfassung

Synopsys hat sich mit einer Reihe von Tools, die in vielen Bereichen des IC-Designprozesses als Industriestandard gelten, fest als Marktführer im Bereich des digitalen Designs etabliert.
 
Im Bereich der Logiksynthese ist der Design Compiler von Synopsys eine dominierende Kraft. Er ist seit Jahrzehnten das Werkzeug der Wahl für Ingenieure und wird von über 60 Halbleiterherstellern und mehr als 380 Prozessbibliotheken unterstützt. Mit dem Design Compiler können IC-Designer Register-Transfer-Level-Beschreibungen (RTL) in optimierte Gate-Level-Schaltungen übersetzen. Er berücksichtigt verschiedene Designbeschränkungen wie Timing, Leistung und Fläche und nutzt eine Vielzahl von Optimierungstechniken wie Logikrestrukturierung, Ressourcenfreigabe und Gate-Dimensionierung, um das bestmögliche Design zu erzielen. Beim Entwurf eines komplexen System-on-a-Chip (SoC) mit mehreren Funktionsblöcken kann Design Compiler beispielsweise die digitale Logik jedes Blocks effizient synthetisieren und so sicherstellen, dass das gesamte SoC seine Leistungsziele erreicht.
IC Compiler II Anchor in Synopsys Design Platform
IC Compiler II Anchor in Synopsys Design Platform | Photo by Synopsys
Die Verifikationswerkzeuge des Unternehmens genießen ebenfalls hohes Ansehen. VCS (Verilog Compiled Simulator) ist eine leistungsstarke Simulations-Engine, die mehrere Hardwarebeschreibungssprachen unterstützt, darunter Verilog, SystemVerilog und VHDL. Sie kann problemlos groß angelegte Designs verarbeiten und eignet sich daher für die Verifikation komplexer ICs wie fortschrittlicher Mikroprozessoren und High-End-FPGAs. VCS bietet Funktionen wie schnelle Simulationsgeschwindigkeit, hochpräzise Wellenformgenerierung und fortschrittliche Debugging-Fähigkeiten, die für die Sicherstellung der Funktionalität des entworfenen ICs unerlässlich sind.
 
Im Bereich des physikalischen Designs ist der IC Compiler II von Synopsys ein hochmodernes Werkzeug. Er ist für das Layout und das Routing digitaler Schaltungen auf dem Chip verantwortlich. Der IC Compiler II verwendet fortschrittliche Algorithmen, um die Platzierung von Komponenten und das Routing von Verbindungsleitungen zu optimieren. Er kann die komplexen Herausforderungen des modernen IC-Designs bewältigen, wie z. B. den Umgang mit Layouts mit hoher Dichte, Mehrspannungsbereichen und komplexen Stromverteilungsnetzen. Beim Design einer leistungsstarken Grafikprozessoreinheit (GPU) kann IC Compiler II beispielsweise sicherstellen, dass die Milliarden von Transistoren und ihre Verbindungen so angeordnet sind, dass die Leistung maximiert und die Signalverzögerung minimiert wird.

Mentor Graphics (Siemens)

Seit der Übernahme durch Siemens hat Mentor Graphics seine Präsenz auf dem EDA-Markt kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Die Tools des Unternehmens finden breite Anwendung sowohl im PCB- als auch im IC-Design.
 
Im Bereich des PCB-Designs ist die PADS-Software von Mentor Graphics sehr bekannt. Sie bietet einen umfassenden Funktionsumfang für das Layout und Design von Leiterplatten. Mit PADS können Ingenieure detaillierte PCB-Layouts erstellen, die Platzierung von Komponenten verwalten und Leiterbahnen mühelos verlegen. Außerdem bietet die Software erweiterte Funktionen für die Signalintegritätsanalyse, die für Hochgeschwindigkeits-PCB-Designs von entscheidender Bedeutung ist. Beim Entwurf einer Hochgeschwindigkeits-Hauptplatine für einen Server kann PADS beispielsweise die Signalwege analysieren und optimieren, um sicherzustellen, dass Daten mit hoher Geschwindigkeit ohne nennenswerte Signalverschlechterung übertragen werden können.
A splash screen for Mentor Graphics PADS Schematic Design software
The splash screen for Mentor Graphics PADS Schematic Design
Im Bereich IC-Design bietet Mentor Graphics Tools wie Calibre an. Calibre ist ein leistungsstarkes Tool zur physikalischen Verifizierung, das eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung der Herstellbarkeit von IC-Designs spielt. Es kann Designregelprüfungen (DRC), Layout-vs.-Schematic-Verifizierungen (LVS) und parasitäre Extraktionen durchführen. Diese Funktionen sind unerlässlich, um Designfehler zu erkennen und zu korrigieren, die zu Fertigungsfehlern führen könnten. Calibre kann beispielsweise überprüfen, ob das IC-Layout den strengen Fertigungsregeln einer bestimmten Halbleiterfabrik entspricht und ob das Layout Kurzschlüsse oder Unterbrechungen aufweist.
 
Mentor Graphics bietet auch Tools für das Design von analogen und gemischten Signal-ICs an, wie beispielsweise Eldo. Eldo ist ein Schaltungssimulator, der eine genaue Simulation von analogen und gemischten Signalschaltungen ermöglicht. Es kann komplexe analoge Designs verarbeiten, einschließlich solcher mit mehreren Spannungsbereichen und Hochfrequenzkomponenten, wodurch es sich für Anwendungen wie Power-Management-ICs und Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsschnittstellen eignet.

Andere bemerkenswerte Software

  1. KiCad
KiCad ist eine Open-Source-EDA-Software, die vor allem bei Hobbybastlern, Studenten und kleinen Designteams beliebt ist. Sie bietet eine Reihe grundlegender, aber umfassender Tools für das Design von IC-Platinen. Mit KiCad können Benutzer Schaltpläne erstellen, PCB-Layouts entwerfen und einige einfache Simulationen durchführen. Zu den Hauptvorteilen zählen die benutzerfreundliche Oberfläche und die geringen Kosten (da es sich um Open Source handelt). Ein Hobbybastler, der beispielsweise ein einfaches Projekt auf Mikrocontroller-Basis entwerfen möchte, wie eine selbstgebaute Wetterstation, kann mit KiCad schnell den Schaltplan entwerfen und das PCB layouten, ohne in teure kommerzielle EDA-Software investieren zu müssen.
  1. Altium Designer
Altium Designer ist bekannt für seine Benutzerfreundlichkeit und seine Fähigkeit, eine Vielzahl von Designprojekten zu bearbeiten, von einfachen bis hin zu mittelkomplexen. Es bietet eine einheitliche Designumgebung, in der Benutzer nahtlos zwischen Schaltplanerfassung, Leiterplattenlayout und 3D-Modellierung wechseln können. Diese Software ist bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und designorientierten Start-ups beliebt. Ein Start-up, das beispielsweise ein neues Unterhaltungselektronikprodukt wie einen tragbaren Audio-Player entwickelt, kann Altium Designer verwenden, um die gesamte Leiterplatte zu entwerfen, die Anordnung der Komponenten in 3D zu visualisieren und sicherzustellen, dass das Design herstellbar ist.
  1. Xilinx ISE (Integrated Software Environment) und Vivado
Dies sind EDA-Tools, die speziell für das Design von Xilinx-FPGAs (Field-Programmable Gate Array) entwickelt wurden. Xilinx ISE ist seit langem ein etabliertes Tool in der FPGA-Design-Community und bietet eine Reihe von Funktionen für die FPGA-Synthese, -Implementierung und -Fehlerbehebung. Vivado hingegen ist die Design-Suite der nächsten Generation von Xilinx. Es bietet erweiterte Funktionen wie High-Level-Synthese (HLS), mit der Ingenieure FPGA-Designs auf abstraktere Weise unter Verwendung von Sprachen wie C, C++ und SystemC beschreiben können. Diese Tools sind für Ingenieure unverzichtbar, die an Projekten mit Xilinx-FPGAs arbeiten, z. B. bei der Entwicklung kundenspezifischer Hardware-Beschleuniger für Rechenzentrumsanwendungen oder der Implementierung von Echtzeit-Steuerungssystemen mit FPGAs.

Die Entscheidung treffen

Fallstudien

  • Fall 1: Entwurf eines digitalen Hochgeschwindigkeits-IC für eine Netzwerkanwendung
Ein Unternehmen wurde mit dem Entwurf eines digitalen Hochgeschwindigkeits-IC für einen Netzwerk-Switch der nächsten Generation für Rechenzentren beauftragt. Das Projekt erforderte die Verarbeitung von Datenraten von bis zu 100 Gbit/s. Das Designteam zog zunächst mehrere EDA-Softwareoptionen in Betracht. Es bewertete die Funktionalität jeder Software und konzentrierte sich dabei auf deren Fähigkeiten zur Analyse der Signalintegrität bei hohen Geschwindigkeiten.
Aufgrund seiner fortschrittlichen Funktionen in diesem Bereich fiel die Wahl auf Cadence Allegro. Diese Software konnte das Verhalten von Hochgeschwindigkeitssignalen unter Berücksichtigung von Faktoren wie Signaldämpfung, Übersprechen und Impedanzanpassung genau simulieren. Während des Designprozesses halfen die Simulationswerkzeuge von Allegro dem Team, potenzielle Probleme mit der Signalintegrität frühzeitig zu erkennen und zu beheben. So konnte das Design innerhalb des geplanten Zeitrahmens fertiggestellt werden, und der fertige IC erfüllte alle Leistungsanforderungen. Die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung war stabil und wies nur minimale Signalfehler auf, was für den zuverlässigen Betrieb des Netzwerk-Switches von entscheidender Bedeutung war.
  • Fall 2: Analog-IC-Design für eine Energieverwaltungsanwendung
 
Ein Start-up-Unternehmen entwickelte einen Power-Management-IC für eine neue Reihe von tragbaren Elektronikgeräten. Das Design erforderte eine präzise Steuerung des Stromverbrauchs, der Spannungsregelung und einen rauscharmen Betrieb. Das Unternehmen evaluierte verschiedene EDA-Softwareprodukte auf der Grundlage ihrer analogen Designfähigkeiten.
Aufgrund seiner hervorragenden analogen Simulationsfunktionen fiel die Wahl auf Eldo von Mentor Graphics. Mit Eldo konnte das Verhalten analoger Komponenten wie Transistoren, Kondensatoren und Induktoren genau modelliert werden. Mithilfe von Eldo konnte das Designteam detaillierte Simulationen der Power-Management-Schaltung unter verschiedenen Lastbedingungen durchführen. So konnte die Schaltung für maximale Effizienz und Stabilität optimiert werden. Der resultierende Power-Management-IC hatte einen hohen Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung, eine geringe Ausgangsspannungswelligkeit und erfüllte die strengen Geräuschanforderungen der tragbaren Elektronik. Das Start-up konnte sein Produkt schnell auf den Markt bringen und sich so einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt für tragbare Elektronik verschaffen.

Tipps zur Bewertung

  1. Fordern Sie eine Testversion an
Die meisten Anbieter von EDA-Software bieten Testversionen ihrer Produkte an. Nutzen Sie diese Testversionen, um praktische Erfahrungen mit der Software zu sammeln. Versuchen Sie während der Testphase, typische Designaufgaben durchzuführen, die für Ihr Projekt relevant sind. Wenn Sie beispielsweise einen komplexen IC mit mehreren hierarchischen Blöcken entwerfen, erstellen Sie mit der Testversion einen kleinen Prototyp dieses Designs. Testen Sie die Funktionen der Software für Schaltplanerfassung, Layout-Design und Simulation. So erhalten Sie einen realistischen Eindruck davon, wie gut die Software Ihren Anforderungen entspricht und ob sie benutzerfreundlich ist.
  1. Lesen Sie Nutzerbewertungen und Erfahrungsberichte
Online-Plattformen, Branchenforen und Bewertungswebsites sind hervorragende Informationsquellen. Lesen Sie Bewertungen von anderen IC-Designern, die die von Ihnen in Betracht gezogene EDA-Software verwendet haben. Suchen Sie nach Bewertungen, die für Ihre Art von Projekt relevant sind. Wenn Sie beispielsweise an einem FPGA-basierten Design arbeiten, suchen Sie nach Bewertungen von Ingenieuren, die die Software für FPGA-Projekte verwendet haben. Achten Sie sowohl auf die positiven als auch auf die negativen Aspekte, die in den Bewertungen erwähnt werden. Erfahrungsberichte von Anwendern können Einblicke in die tatsächliche Leistung der Software, in Probleme, die während des Designprozesses aufgetreten sind, und in die Reaktion des Support-Teams des Anbieters auf diese Probleme geben.
  1. Konsultieren Sie Experten
Wenden Sie sich an erfahrene IC-Designer, Branchenexperten oder Ihr berufliches Netzwerk. Diese können Ihnen wertvolle Ratschläge auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen geben. Sie können sie nach ihrer bevorzugten EDA-Software für verschiedene Arten von Projekten fragen, nach Software, von der sie abraten würden, und nach Tipps, wie man ein bestimmtes EDA-Tool optimal nutzt. Die Teilnahme an Branchenkonferenzen oder der Beitritt zu Online-IC-Design-Communities bieten beispielsweise Gelegenheiten, mit Experten in Kontakt zu treten. Sie können auch relevanten LinkedIn-Gruppen oder Reddit-Communities zum Thema IC-Design beitreten, wo Sie Ihre Fragen stellen und Antworten von einer Vielzahl von Fachleuten erhalten können.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auswahl der richtigen EDA-Software für Ihr IC-Board-Designprojekt eine Entscheidung ist, die eine sorgfältige Abwägung mehrerer Faktoren erfordert. Die Funktionalität der Software muss auf die spezifischen Anforderungen Ihres Projekts abgestimmt sein, unabhängig davon, ob es sich um ein digitales Hochgeschwindigkeitsdesign, ein analogintensives Projekt oder ein komplexes SoC-Design handelt. Die Benutzerfreundlichkeit, einschließlich einer überschaubaren Lernkurve und einer intuitiven Benutzeroberfläche, kann die Effizienz Ihres Designprozesses erheblich beeinflussen, insbesondere für Teams mit unterschiedlichem Erfahrungsniveau.
 
Die Kompatibilität mit anderen Tools in Ihrem Design-Ökosystem und der Hardware, auf der die Software läuft, ist entscheidend für eine nahtlose Datenübertragung und den Gesamterfolg des Projekts. Die Kosten sind ein weiterer wichtiger Faktor, und es ist wichtig, nicht nur das Lizenzmodell, sondern auch die Gesamtbetriebskosten einschließlich Wartungs-, Upgrade- und Schulungskosten zu bewerten.

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